Spielszene in Hülsten
Ja, da sag mal einer, unser Killer kennt nur Heiden.
Dieser nachdenklich-introvertierte, eher schüchtern-zurückhaltende Kollege weiß
scheinbar sehr genau, was sich in der großen weiten Welt abspielt: Unlängst in
der Vorweihnachtszeit kam von ihm die hervorragende Idee,
statt der gewohnten Weihnachtsfeier, eine Fahrt mit unseren Frauen nach Essen
zum Weihnachtsmarkt zu unternehmen und die Fahrt durch einen Besuch in
der Borbecker Dampfe abzurunden.

Der Festausschuss nahm sich der Sache an und organisierte eine Busfahrt nach
Essen. Da einige Heidener Urgesteine geographische Lücken aufwiesen und noch nicht einmal
wussten, wo Essen lag, nämlich im schönen Rheinland, das Land der großen Persönlichkeiten,
sei hier noch einmal eine Hilfestellung hinterlegt. Hier seht Ihr das Rheinland in voller
Größe:
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Als wir am Sportplatz den Bus betraten regnete es noch, doch ab Bottrop klarte es sich
auf und wir konnten trockenen Fußes über den Weihnachtsmarkt. Da die Männer den Frauen
beim Weihnachtseinkauf nicht im Weg stehen wollten, blieben die einen am ersten Glühweinstand stehen und die
anderen kauften sich rote Mützen oder Hasenohr-Bänder.

Letztere fielen auf der Zugfahrt
vom Weihnachtsmarkt zur Dampfe weder am Hauptbahnhof, noch im überfüllten Zug auf.
Ebenfalls konnten die Glühweintrinker im Zug durch hochgeistreiche Gespräche besonders
gut punkten, so dass man uns bereitwillig in Borbeck aus dem Zug ließ.

In der Dampfe angekommen, hat man uns wohl richtig eingeschätzt und sofort in einem
separaten Kellerflügel versteckt, wo wir den Abend am Buffet bei mehreren kleinen
Bierfäßchen verbrachten.

Wie geplant, ging es kurz nach elf in den Bus, der dank einiger aufmerksamer Kollegen
nicht als Schlafmöglichkeit genutzt werden konnte, obwohl sich der ein oder andere gern
eine Auszeit genommen hätte.

So kamen wir wieder alle wohlbehalten am Sportplatz an und freuten uns bereits auf das
Aufstehen am nächsten Morgen.